In dieser Prüfung müssen die Pferde mitdenken und weitgehend selbständig einen Parcours mit mindestens sechs nachgestellten Gelände-Hindernissen bewältigen. Drei Hindernisse auf einem Turnier sind vorgeschrieben, nämlich das Tor, das so zu durchreiten ist, daß eine Herde imaginärer Rinder auch nicht die geringste Gelegenheit hätte durch das offene Tor zu schlüpfen, mindestens 4 Stangen, die man sich als Unterholz im Wald vorstellen kann, die ohne Berühren zu überschreiten sind, sowie eine hölzerne Brücke oder Wippe, die von dem Pferd vorsichtig, aber bereitwillig überquert werden soll. Andere Hindernisse können unterschiedlich sein, müssen aber aus einer Liste von anerkannten Schwierigkeiten ausgewählt sein, z.B.: Riickwärtsrichten des Pferdes durch ein enges Stangen-L oder Stangen-U, Durchreiten von Wasser, Ground Tying, An- und Ausziehen eines Regenmantels, Drehungen in einem Stangenquadrat usw. Der Richter ist verpflichtet, vor Beginn der Klasse die Hindernisse "abzunehmen", auf Sicherheit und Durchführbarkeit zu prüfen und gegebenenfalls eine Änderung vornehmen zu lassen, die eine Gefährdung ausschließt. Während des Rittes müssen die Zügel in einer Hand gehalten werden, außer, ein Hindernis erfordert den Zügelhandwechsel. Solange sich sein Pferd bewegt, darf der Reiter weder Pferd noch Sattel mit der Hand berühren. Weder Sporen noch Zügelenden dürfen vor dem Gurt benutzt werden. Das Pferd soll beim Bewältigen der Hindernisse Stil und Manier beweisen, dabei aufmerksam und vertrauensvoll den leichtesten Hilfen gehorchen. Es soll sich unerschrocken und überlegt jedem noch so seltsamen Hindernis nähern, es prüfen und dann ohne Verzögerung in Angriff nehmen.
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